Die Verletzungen von Alexander III von Makedonien

Viel zu oft wird in den Erzählungen über den wohl größten König von Makedonien vergessen zu erwähnen, dass er seine Truppen in erster Reihe in die Schlacht führte. Er liebte nahezu die Gefahr und hatte eher furcht davor einen "un-heldenhaften" Tod zu erleiden - sprich nicht im Kampfe zu erliegen so wie es schlussendlich dann geschah. Seine Kühnheit und seine unzähligen Schlachten gingen nicht spurlos an Alexanders Körper vorbei.

Erwähnenswert mag sein, dass Alexander nur ein mal durch eine Nahkampfwaffe verletzt wurde (Schlacht bei Issos) sonst nur durch Geschosse aus der Entfernung. Ersteres kann dadurch begründet werden das Alexander ein guter Kämpfer war, als auch das in seiner Nähe sich erfahrene und treue Kämpfer befanden die den König schützten. Die Häufigkeit der erlittenen Verletzungen durch Geschosse die aus der Entfernung abgefeuert wurden lässt sich dadurch begründen, dass Alexander eine auffällige Rüstung, einen besonderen Schild und einen besonderen Helm mit sichtbaren Schmuck trug die geradezu als Zielscheibe prädestiniert gewesen sind.  

Hier eine Auflistung der bekannten und dokumentierten Verletzungen des Makedonenkönig.

1. Hieb mit Beil am Kopf, Schlacht am Granikus 334 v.Chr.

2. Katapult Geschoss an Brust, Belagerung von Gaza 332 v.Chr.

3. Schwerthieb am rechten Oberschenkel, einzige Verletzung durch eine Nahkampfwaffe. Schlacht bei Issos 333 v.Chr.

4. Pfeil durch den Unterschenkel, bei Marakanda 329 v.Chr. 

5. Pfeil in den Knöchel oder Wade, Indien Winter 327/326 v.Chr.

6. Pfeil in die Brust, Belagerung der Stadt der Oxydraker 326 v.Chr.

7. Pfeil durch die Schulter, Belagerung von Gaza 332 v.Chr.

8. Steintreffer im Nacken, Belagerung von Memakener 329 v.Chr.

 Wer sich detaillierter informieren will, kann das in diesem Dokument der Ruhr-Universität Bochum machen: LINK-PDF 

Dort werden unter anderem historische Quellen aufgelistet und ausgewertet, sehr lesenswert und umfangreich.