Was passiert in Sveti Nikole? Das antike Bylazora - der makedonische Geoglyph - das Grab Alexanders des Großen

Vor fast vier Wochen sorgte Domagoj Nikolić im kroatischem Fernsehen für Aufsehen. In der fünfzig Minütigen Sendung "Na rubu znanosti" sprach er über Alexander den Großen Makedonier und "erschütterte" einige bislang angenommene Thesen, Anschauungen und Interpretationen in der Geschichte Makedoniens. 
 
Alexander der Große und die Griechen
"Alexander der Große war Makedonier und kein Grieche, mit den Griechen verständigte er sich mit Dolmetscher" war nur eine seiner zahlreichen Erkenntnisse. "Sie wissen ja, er wird als Grieche dargestellt - aber für mich ist er auf keinem Fall Grieche. Er ist slawischer Abstammung, kein Grieche. Mit den Griechen in seiner Armee verständigte er sich über Dolmetscher, von 37.000 Mann waren nur etwa 7.000 Griechen. Die restlichen waren Makedonier, Thraker, Illyrer und andere." wird Nikolić deutlicher. 
Gerade die Aussage das Alexander "slawischer Abstammung" gewesen sein soll sorgt für einen Aufschrei bei bestimmte Parteien. Diese Erkenntnis belegt der Kroate mit der "Empfehlung für die Slawen in Alexanders Armee" die im Mittelalter von Mauro Orbini veröffentlicht wurde, somit sieht Domagoj Nikolić eine Existenz der Slawen schon in der Antike - und nicht wie die propagierte Ankunft und Landnahme der Slawen in den Gebieten Makedoniens im 6. Jahrhundert.
Der Moderator der Sendung befragte nach diesen Aussagen Nikolić noch etwas präziser in Bezug auf die makedonisch-griechischen Relationen des makedonischen Königs, als auch über die Bedeutung der Teilung Makedoniens im 20. Jahrhundert.
"Die Griechen würden gerne Makedonier-Griechen sein. Aber das geht nicht so - und begründet seine Haltung das bis vor nicht all zu langer Zeit in und um Saloniki noch makedonisch gesprochen wurde aber durch Gewalt Teil Griechenlands wurde und dann begann eine große Hellenisation," wird Nikolić deutlich und fährt fort: "Jetzt sollen wir alle unter Druck zustimmen. Warum? Weil es eine Art dienstliches Dogma ist die nicht zur Sprache kommen darf - damit man die Griechen nicht verärgert. Ich weiß nicht warum es wichtig ist wer dann verärgert ist? Wichtig ist die Wahrheit!"
 
Bei Sveti Nikole liegt die antike Stadt Bylazora - auch Alexanders Grab?
Bylazora war die Hauptstadt der Paionier die von Alexanders III Vater Filip II unterworfen wurden - sie liegt in der Nähe von Sveti Nikole bei dem Dorf Crnilishte. Laut Nikolić wurde Alexander in Bylazora geboren und alle seine Indizien weißen darauf hin das das Grab Alexanders eben in Bylazora zu lokalisieren ist. 
"Bei den Makedoniern gibt es Überlieferungen in ihrer Kultur, dass Alexander in Makedonien begraben wurde, trotz der bekannten Theorien. Der Kreis muss sich schließen, er wurde dort begraben wo er geboren wurde, dass war der metaphysische Glaube der Makedonier."
Nicht weit entfernt der archäologischen Lokalität Bylazora befindet sich eine große Grabstätte, ca. 85x45 m. Sie ist aus Erde in der Form eines kosmischen Ei und mit einem Geoglyph gekennzeichnet. Dort vermutet er die letzte Ruhestätte Alexanders. 
"Das Grab wurde verheimlicht und so gekennzeichnet das nur diejenigen die Nachricht entziffern können die das heilige Geheimnis kennen, besser gesagt diejenigen die die Metaphysik verstehen. Viele Grabstätten antiker Könige sind bis heute nicht gefunden, aber in der lokalen Bevölkerung findet man immer Überlieferungen - so habe auch ich meine Informationen bei lokale Kenner eingeholt".
 
Der makedonische Geoglyph - Kassiopeia
Die geheime Kennzeichnung des Grabes soll der Geoglyph sein der auf der Grabstätte zu sehen ist. Per Google Earth deutlich sichtbar (siehe Bild). "Die Kassiopeia ist vermutlich das klarste Sternenbild. Laut den antiken Mythen handelte es sich um eine makedonische Königin. Dieses Symbol Kassiopeia ist ein Symbol für die Königin des Himmels, also die Muttergottes. In der Antike dachte man das die ganze Welt sich um den König dreht, so wie die Kassiopeia sich um den Nordstern dreht. Der König ist ein stabiler Punkt so wie der Polarstern am Himmel". 
Nikolić erklärt die Bedeutung des Tages als Alexander geboren wurde im Zusammenhang der "verschlüsselten Nachricht": "Jedes Jahr an Alexanders Geburtstag decken sich die Kassiopeia und der Geoglyph auf der Grabstätte." Dies spreche deutlich für die Bedeutung der archäologischen Stätte bei Sveti Nikole...



Die ganze Sendung/Kroatisch LINK
 
 
Quelle/n,
republika.mk
mkd.mk
Kroatisches Fernsehen HRT