Bulgarien mal wieder: Kiril und Method sind Bulgaren - "slawisches" Alphabet ist bulgarisch - Makedonier sind erfunden

In dem Gebäude der Europäischen Kommission veranstaltet Bulgarien zur Zeit eine Ausstellung unter dem Motto "Kiril und Method und das bulgarische Alphabet" zum 1.150 Jahrestag der s.g. "Morawa Mission" der Heiligen Brüder aus Saloniki. Veranstalter ist Kristalina Georgieva mit Unterstützung des bulgarischen Instituts für Literatur der bulgarischen Akademie der Wissenschaften und der nationalen Bibliothek "Kirli i Metodij" aus Sofia/Bulgarien.
 
In dieser Ausstellung, die Georgieva als Teil der nicht-formellen Regierung veranstalten kann, ist aber letztendlich nur die Negierung der makedonischen Geschichte zu erkennen, gleichfalls die Usurpation der makedonischen Geschichte als Teil der bulgarischen Historie, da bestimmte Epochen der bulgarischen Geschichte (bewusst?) ausgelassen wurden. So wird die Turk-Tatarische Geschichte, in Fachkreisen auch "Protobulgarische" Geschichte, Bulgariens nicht erwähnt - Khan Asparuh wird sich wohl im Grabe drehen. Somit werden nur Epochen in der Ausstellung thematisiert die direkt im Konfrontationskurs mit der makedonischen Geschichtsschreibung stehen. 
In der Ausstellung werden unter anderem unbekannte griechische Autoren zitiert, dessen "historische Befunde" der bulgarischen Politik und Propaganda gegenüber Makedonien in die Karten spielen. So werden "sensationelle Erkenntnisse" den EU Abgeordneten präsentiert in dem das ganze Reich des Tzaren Samoil als "bulgarische Nation" bezeichnet wird, oder, dass Ohrid sowie Bitola "rein bulgarisch sei".
 
Bilder der Ausstellung
Statt Altkirchen-Slawisch wird es bulgarisiert
Makedonier des Mittelalters sollen "Bulgaren von Geburt aus" sein
Heiliger Klement von Ohrid wird bulgarisiert
Betrachtet man aber bestimmte Entwicklungen zur jetzigen Zeit in der EU dürfte einem Insider klar sein warum diese Ausstellung gerade jetzt statt findet.
Letzte Woche beantragte die bulgarische Abgesandte Georgieva bei der Arbeitsgruppe des Rats der EU für den Westbalkan, einen negativen Bericht über/für Makedonien. Während sich griechische Abgesandte ruhig verhielten, schlugen hohe bulgarische Wellen gegen einen positiven Bericht für Makedonien. In makedonische Medien wird gemutmaßt, dass sich die griechische und bulgarische Seite wohl dazu abgestimmt haben, denn bis jetzt schlugen meist nur griechische Wellen in der EU Kommission zu den Fortschrittsberichten der Republik Makedonien.
 
Auch initiierte Frau Georgieva ein s.g. "Non-paper" in dem sie versucht Thesen der bulgarischen Propaganda in der Kommission zu verbreiten. So wird in dem Papier festgehalten, dass die makedonische Nation eine künstliche und erfundene Nation sei die eigentlich der bulgarischen zu stehe, und das die makedonische Sprache und Geschichte durch Fälschungen entstanden sei.
 
Interessant ist diese bulgarische Entwicklung in Brüssel da die bulgarische Seite ein Abkommen mit Makedonien forciert in dem "gut nachbarliche Beziehungen" stimuliert und vertraglich geregelt werden sollten und das nach solch direkte Provokationen gegenüber das makedonische Volk, der makedonischen Geschichte und der makedonischen Sprache.
Bulgarian Non-Paper against Macedonia Circulating in EU 
FRIDAY, 30 AUGUST 2013 08:33
Bulgarian non-paper which reads that there is no Macedonian nation, that the Macedonian identity has been forged by Tito and that Bulgarian intellectuals had been exterminated after the WWII has been circulating among chiefs of diplomacies of EU Member States for several months now. This ‘document’ was placed by former Bulgarian PM Marin Rajkov during his last meetings at the EU General Affairs Council and it has been circulating in the Council of the European Union, the European Parliament, European Commission and other EU institutions. Though a more lenient Bulgarian government was elected several months ago, the non-paper has still not been withdrawn. From within Bulgaria’s Resident Mission to EU they told Macedonian media that it was in fact an interview of Ambassador Dimitar Cancev for the German media, which he has afterward presented to EU FMs.
Quelle: Press24.mk